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Stiften gehen – ohne das Unternehmen im Stich zu lassen

Stiftungen rücken in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. In den 50er und 60er Jahren bekannt als Modell der großen Unternehmerfamilien wie Krupp und Bosch, hat sich die Stiftungslandschaft in Deutschland stark erweitert und ist bunt und vielfältig wie nie zuvor. Wurden 1990 noch ca. 180 Stiftungen bundesweit gegründet, so geht der Bundesverband Deutscher Stiftungen heute von mehr als 800 Stiftungsgründungen pro Jahr aus. Neben Privatpersonen bilden dabei Familienunternehmen den Großteil der Stiftungsgründer ab, die Stiftungen als unternehmerisches Instrument und Perspektive u. a. für die Nachfolgeregelung sehen.

Stiftungen und Familienunternehmen

Eine Stiftung ist eine rechtsfähige nicht verbandsmäßig organisierte Einrichtung, die einen vom Stifter bestimmten Zweck mit Hilfe eines dazu gewidmeten Vermögens dauerhaft fördern soll. Diese Kennzeichen der Stiftung sind für Unternehmerfamilien durchaus ambivalent:

Einerseits bedeutet das Prinzip der dauerhaften Förderung zwar Förderung über das eigene Leben als Stifter hinaus. Umfragen zeigen, dass der Großteil der Stifter sicherstellen will, dass das eingesetzte Geld für sehr lange Zeit dem gewählten Zweck zugutekommt. Den Zweck kann der Stifter selbst bestimmen, er wird in der Satzung festgelegt und grundsätzlich nicht geändert, auch nicht nach dem Tod des Stifters.

Andererseits widerspricht dies zunächst dem Gedanken unternehmerischen Handelns von Familienunternehmen, der sowohl von Traditionen und Kontinuität geprägt ist, als auch von Flexibilität und Schnelligkeit der unternehmerischen Entscheidungen.

Diese zunächst eher gegensätzlichen Grundgedanken führen oft bereits in den ersten vorbereitenden Beratungsschritten zu emotionalen Widersprüchen, die es intensiv mit der Unternehmerfamilie zu diskutieren gilt.

Familienunternehmen, die Stiftungen errichtet haben, verfolgend damit vor allem folgende wesentliche Ziele:

  • Erhalt von größerem Vermögen auch im Erbfall
  • Verhinderung von Zerschlagung/Zersplitterung des Vermögens
  • Nutzung von steuerlichen Vorteilen
  • Verringerung/Vermeidung von Notverkäufen zur Finanzierung der Erbschaftsteuer
  • gesellschaftliche Verantwortung
  • CSR-Aktivitäten (corporate social responsibility)
  • Stiftungsgründung zur Regelung der Unternehmensnachfolge

Insbesondere für viele ungelöste Nachfolgesituationen bietet die Stiftung Perspektiven:

Erfolgreiche Familienunternehmen haben oft den Wunsch, das Vermögen in seiner Gesamtheit zu wahren, Vermögen und Unternehmen jedoch so aufzustellen, dass beide Bereiche sicher und professionell fortgeführt werden und die Familie langfristig profitiert. Dabei kann die Stiftung eine attraktive Lösung sein.

Nicht selten führt jedoch eine schlecht vorbereitete Stiftungsgründung zu familieninternen Problemen. Das in die Stiftung eingebrachte Vermögen ist künftig nicht mehr für die Familie verfügbar, weder zur kurzfristigen Nutzung (Sicherheiten, Schenkungen, Einbringung ins Unternehmen) noch langfristig im Erbfall. Ausschließlich die Erträge stehen zur Verfügung. Insofern ist es ratsam, etwaige Erben als Stiftungsakteure früh an diesem Prozess zu beteiligen, um die zu erwartenden Konflikte zu vermeiden.

Die Beratung von Familienunternehmen

Die Vorbereitung von Stiftungen im Rahmen der Vermögensübertragung und der Unternehmensnachfolge sind von vielfältigen Fragestellungen geprägt. Dabei spielen rechtliche und steuerliche Aspekte eine wichtige, aber nachrangige Rolle.

Vordringlich sind die Ziele der Beteiligten und gleichermaßen die unternehmerischen Rahmenbedingungen zu klären. Oberstes Ziel in Zusammenhang mit der Sicherung des Unternehmens muss die Handlungsfähigkeit des Betriebes sein, denn damit steht und fällt auch die langfristige Ertragssicherung. Folgendes Vorgehen in der Begleitung von Unternehmerfamilien hat sich bewährt:

1. Konkretisierung der persönlichen und unternehmerischen Zielsetzung

  • Welche Ziele möchte der Unternehmer durch die Stiftung erreichen?
  • Was soll mit dem unternehmerischen und sonstigen Vermögen erreicht werden?
  • Wohin sollen die Zuwendungen langfristig fließen?
  • Welchen Einfluss möchte der Unternehmer behalten?

2. Grundsatzentscheidungen in der Unternehmerfamilie

  • Soll das Unternehmen variabler Teil des gesamten Familienvermögens sein oder ist es unantastbar, so dass es unter allen Umständen in der Familie gehalten werden soll?
  • Gibt es ein gemeinsames Familieninteresse am Unternehmen, das als Basis für ein gemeinsames Handeln der Familie mit Blick auf das Unternehmen genutzt werden kann?

3. Gestaltungskonzept

  • Welche Variante der Stiftung ist sinnvoll?
  • Welche inhaltlichen Bausteine sind zu erarbeiten?
  • Welche Institutionen müssen geschaffen werden?
  • Welche Voraussetzungen müssen die Akteure der Stiftung mitbringen und wie ist dies sicherzustellen?

4. Umsetzung zusammen mit Steuer- und Rechtsexperten im Bereich Stiftung

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