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Unternehmensübernahme in 10 Schritten

Der Entscheidung, ein Unternehmen zu übernehmen, ist in der Regel eine andere Weichenstellung voran gegangen: der Entschluss, sich selbstständig zu machen. Für Kinder aus einer Unternehmerfamilie mag diese Entscheidung – aufgrund positiver Vorerfahrungen – relativ schnell getroffen werden. Für Menschen, die in einem anderen Umfeld groß geworden sind, bedeutet sie jedoch gründliche Überlegungen im Vorfeld. Und wenn die Entscheidung zur Selbstständigkeit getroffen wurde, ein passendes Unternehmen gefunden wurde und die Hürden der Übernahme genommen wurden, folgen weitere unternehmerische Aufgaben, bei denen ein junges und gegebenenfalls unerfahrenes Management scheitern kann. Nachfolgend werden die einzelnen Schritte zu einer erfolgreichen Übernahme beschrieben. Gerne unterstützen wir Sie auf diesem Weg als Ihr Sparringspartner, Prozessbegleiter und fachkompetenter Berater.

1. Die Entscheidung

Die Unternehmensübernahme kann ein aussichtsreicher Einstieg in die Selbstständigkeit sein. Wer ein Unternehmen übernimmt, kann auf ein Unternehmenskonzept zurückgreifen, das sich in der Praxis bewährt hat. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden: Ein laufender Betrieb erzielt laufende Einnahmen und hat damit in der Regel mehr Liquiditätsspielräume als einer, der erst noch ans Laufen gebracht werden muss. Mit der Übernahme vorhandener Strukturen legt sich ein Gründer jedoch zugleich in vielen Punkten fest. Auch hat der Gründer vorerst nur für sich selbst zu sorgen. Vor allem in der Anfangsphase einer Neugründung kommt gar keine oder nur eine geringe Mitarbeiter-Verantwortung auf ihn zu.

2. Das richtige Unternehmen

Wer ein Unternehmen übernehmen will, muss wissen, welches Unternehmen zu ihm oder ihr passt. In welcher Branche, mit welcher Betriebsgröße und an welchem Standort möchte ich mit diesem Wunschbetrieb arbeiten? Ist dieser Betrieb gefunden, ist auch der umgekehrte Fall zu betrachten: Passe ich zum Unternehmen? Und um eine endgültige Entscheidung über den Kauf des Betriebs treffen zu können, gehören die Risiken und Potenziale des Unternehmens auf den Prüfstand. Durch eine Due Diligence erhält der Übernehmer Einblick in alle wichtigen Unternehmensdaten.

3. Der Businessplan für die Übernahme

Ohne Businessplan keine Finanzierung – diese Regel muss jeder Existenzgründer und Übernehmer verinnerlichen. Der Geschäftsplan muss potenzielle Eigenmittel- und Kreditgeber vom zukünftigen Erfolg des Unternehmens überzeugen – nur dann werden sie sich finanziell engagieren. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass Finanz-Entscheidungen ihre Zeit brauchen. Der Übernehmer sollte also mit seinem Unternehmenskonzept früh genug beginnen, um die Umsetzung seines Vorhabens nicht durch fehlende Geldmittel zu verzögern.

4. Wert, Preis und Finanzierung

Ist das Unternehmen ein florierender, reibungslos zu übernehmender Betrieb, darf nicht vergessen werden, dass ein solches Objekt seinen Preis hat. Der Übernehmer und seine Geldgeber müssen in der Regel mehr Kapital aufbringen als bei einer Neugründung. Entsprechend wichtig sind im Übernahmeprozess die Fragen nach der Bewertung des Unternehmens bzw. nach der Finanzierung des Unternehmenskaufs.
Jeder Betrieb muss individuell bewertet werden, und dabei können unterschiedliche Bewertungsmethoden richtig sein, wenngleich das Ertragswertverfahren die gängigste und in der Praxis bewährteste Form darstellt. Diese Frage lässt sich ohne den Rat von Experten daher nur schwer beantworten. Niemals fehlen darf eine Kapitaldienstfähigkeitsberechnung, die zeigt, ob Zins und Tilgung für den avisierten Wert bzw. Kaufpreis bei einer angenommenen Finanzierungsstruktur überhaupt aus dem Cash-flow des Unternehmens finanzierbar sind.

5. Das entscheidende Finanzierungsgespräch

Da der Übernehmer der „Neue“ ist, wird die Bank sehr genau hinschauen, wie vorausschauend und verlässlich – bzw. umgekehrt: wie blauäugig und leichtsinnig – hier geplant wurde. Um sich selbst einen guten „Einstieg“ in die Geschäftsbeziehungen zur Bank oder einem anderen Finanzierungspartner zu verschaffen, sollte sich der Übernehmer deshalb professionell vorbereiten. Seine Aufgabe ist es, durch ein schlüssiges Unternehmenskonzept von seinem Vorhaben zu überzeugen. Nur dann werden die Entscheider bereit sein, ihm die gewünschten Gelder zuzusagen. Auch auf einen Vergleich mit dem Finanzgebaren des Alt-Inhabers sollte der Nachfolger vorbereitet sein.

6. Nicht den Überblick verlieren

Der Businessplan liefert dem jungen Management auch weiterhin eine Orientierungshilfe: Ähnlich wie ein Fahrzeug auf kurvenreicher Strecke ist ein Betrieb nach der unruhigen Phase der Unternehmensübertragung nicht durch wilde Lenkbewegungen zu steuern, sondern am ehesten durch eine besonnene Fahrweise. Der unter Umständen noch ungeübte Fahrer braucht dafür eine Navigationshilfe: den Businessplan. Auch wenn manche Dinge in der Praxis anders laufen als geplant, hilft er bei der Reflexion des eigenen Handelns.

7. Bewährtes bewahren und behutsam ändern

Im Kontext einer Unternehmensübernahme stellt das Spannungsfeld „Tradition und Innovation“ eine besondere Herausforderung dar, die mit Fingerspitzengefühl gelöst sein will.
„Never change a winning team!“ – Veränderungen an gut funktionierenden bestehenden Systemen sind nur selten opportun. Andererseits müssen gerade Unternehmen kontinuierlich modernisiert und an die sich schnell ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Allerdings dürfen diese nicht blindlings und einem vermeintlichen Innovationsdiktat folgend realisiert werden. Ein junges Management kann an dieser Stelle von der Begleitung durch einen kompetenten Sparringspartner also nur profitieren.

8. Investitionen richtig kalkulieren

Ist das Unternehmen technisch und auch in allen anderen Bereichen noch auf dem neuesten Stand oder sind notwendige Maßnahmen in Anbetracht der bevorstehenden Übergabe unangemessen lange aufgeschoben worden? Ein Investitionsstau, der sich erst beim zweiten Hinsehen zeigt, kann für das neue Management böse Überraschungen bereithalten. Nur wenige Übernehmer werden in der Lage sein, alle Neuerungen auf einmal umsetzen und finanzieren zu können. Die nötigen Investitionen müssen demnach nach Prioritäten geordnet werden – wobei persönliche Vorlieben, betriebliche Notwendigkeit und psychologische Signalwirkung für die Belegschaft sorgfältig gegeneinander abzuwägen sind.

9. Planung ist gut – Kontrolle ist besser

Die neue Unternehmensstrategie und ihre Umsetzung entscheiden letztlich über Erfolg oder Misserfolg einer Übernahme und die Zukunft des Betriebs. Doch viele Nachfolger (wie auch die meisten mittelständischen Unternehmer) haben Schwierigkeiten mit der klaren Formulierung einer Strategie – und damit, sie in eine umsetzbare und controllingfähige Planung zu übersetzen.

10. Erfolgreich etwas unternehmen

Das A und O einer überzeugenden Übernahme ist jedoch, dass die „neuen“ Strategien von der Unternehmensführung auch tatsächlich gelebt und nicht durch unreflektierte Verhaltensweisen konterkariert und damit unglaubwürdig werden. Dann steht dem endgültigen Erfolg einer „Existenzgründung durch Unternehmensübernahme“ nichts mehr im Wege.

Sie wollen erfahren, was TMS bei der Unternehmensübernahme konkret für Sie tun kann? Ihre Fragen zu unserem Beratungsangebot beantworten wir gerne persönlich. Rufen Sie uns einfach an unter +49 221 283020 oder mailen Sie uns das ausgefüllte Kontaktformular.